CARSTEN KOCHAN

Theater-Regisseur | Schauspieler | Künstlerischer Produktionsleiter



DR. MED HIOB PRÄTORIUS

PRESSESTIMMEN

Es ist auf eine rührend altmodische Weise ein wohltuendes Märchen über einen Menschenbeglücker, eine luftig leicht erzählte Wunschphantasie und nicht zuletzt ein Vehikel, um dem Darsteller der Hauptrolle größtmöglichen Entfaltungsraum zu geben. Man schaut [Uwe Eric Laufenberg] überaus gern zwei Stunden lang zu, wärmt sich an seiner Wärme und freut sich über das leise Augenzwinkern, mit dem er das hemmungslos Übermenschliche dieser Figur erträglich macht.
Frankfurter Allgemeine Zeitung, Matthias Bischoff, 15.12.2015

 

Laufenberg selbst spielt die Hauptrolle des Frauenarztes Prätorius so überzeugend und mit so viel Spielfreude, als hätte man sie ihm auf den Leib geschneidert: Als großer Zampano, jovialer Menschenfreund, ein Chefarzt, der die Frauen versteht und rotweinschwenkend das große Lebensorchester dirigiert.
SWR2, Maja Hattesen, 14.12.2015

 

Dass die Rolle des hochanständigen, eigenwilligen, insgesamt ganz unwahrscheinlichen Menschen und Titelhelden Dr. med. Hiob Prätorius in der klassischen, aber doch etwas in Vergessenheit geratenen Komödie von Curt Goetz von Uwe Eric Laufenberg gespielt wird, ist ein kleiner Coup. So ist es der kleine, ja auch von einer Prise Ironie umgebene Besetzungsgag, der sich perfekt einpasst in eine unterhaltsame, tatsächlich geradezu liebevoll gestaltete Inszenierung von Carsten Kochan. Das zeigt sich vor allem an den prächtigen Auftritten von Rainer Kühn als Mysterium Shunderson, indem er einer gar zu bequemen Edgar-Wallace-Karikierung widersteht und diese bloß mit irrsinniger Diskretion andeutet. Zu Beginn sieht man Stefan Graf als angenehm heruntergekühlten Sherlock Holmes, auch er hellsichtig und ohne Klamauk unterwegs. Eigentlich spielt Carsten Kochan die ganze Zeit über damit, dass das eine konventionelle Angelegenheit ist. Ist es aber nicht, gerade deshalb nicht.
Judith von Sternburg, Frankfurter Rundschau, 14.12.2015

 

Uwe Eric Laufenberg ist die Prätorius-Rolle wie auf den Leib geschnitten: Er darf Reden halten, lange und leidenschaftliche, über das Leben, die Freude, den Humor, gegen die Dummheit und für das Unkonventionelle als Heilmittel. Er darf sowohl liebenswürdig wie sarkastisch sein, künstlerisch wertvoll als Dirigent und menschenfreundlich als Humanist im Heilberuf. Und er darf lieben! Laufenberg spielt seine Rolle sympathisch glaubwürdig und – wie schön, dass der Intendant dabei ohne die Routine eines Schauspielers auskommt. Er hat mit Barbara Dussler (Maria Violetta), Michael Birnbaum, Uwe Kraus, Benjamin Krämer-Jenster, Stefan Graf, Benjamin Engel, Monika Kroll und Rainer Kühn ein exzellentes Ensemble um sich herum, das in vielen Details glänzt und ihn ganz selbstverständlich in seine Mitte nimmt.
Wiesbadener Kurier, Viola Bolduan, 14.12.2015