CARSTEN KOCHAN

Theater-Regisseur | Schauspieler | Künstlerischer Produktionsleiter



WOYZECK

Schauspiel von Georg Büchner

Regie & Ausstattung Carsten Kochan
Mit Sophie Pompe, Irina Ries, Jannike Schubert; Alexander Beisel, Janik Mader, Gregor Nöllen, Stephan Rumphorst

Der vor 200 Jahren geborene Dichter Georg Büchner hat in seinem kurzen Leben die deutsche Literatur wie kaum ein anderer geprägt. Sein politisches Engagement spiegelt sich in seinem dichterischen Werk wider. Büchners letztes Drama „Woyzeck” blieb ein Fragment, da der an Typhus Erkrankte im Alter von 23 Jahren starb. Doch gerade diese fragmentarische Form schuf ein neues Genre im deutschen Theater. Nie zuvor wurde ein Thema so kompakt und gleichzeitig vielfältig in einer offenen Form dargestellt wie in "Woyzeck". Bis heute kann ein Regisseur sich die Reihenfolge der Szenen selbst bauen.

Büchner entdeckte den Stoff in einem gerichtsmedizinischen Gutachten zu einem Mordfall: 1821 hatte in Leipzig der Friseur Johann Christian Woyzeck seine Geliebte, die Witwe eines Chirurgen, erstochen. Anhand dieser Geschichte beschreibt Büchner einen Menschen, der zwischen Eifersucht, Misshandlung durch seine Vorgesetzten, üble Versuche seines Arztes, der die materielle Not seiner Patienten ausnutzt, in den Wahnsinn getrieben wird. Der Mord wird hier nicht als der Ausdruck des Bösen an sich dargestellt, sondern als Folge einer ungerechten falschen Gesellschaftsordnung.

Landestheater Eisenach | Premiere 25. Januar 2014